27.01.2017

Rajasthan // 27.01.17

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Vor circa zwei Wochen habe ich mich am Morgen des 14.01. auf den Weg nach Mumbai gemacht, um dort mit dem Flieger nach Udaipur zu kommen. In Udaipur habe ich Laura (meine Freundin aus Deutschland) und Louisa (eine andere Freiwillige aus Pune) getroffen, die dort zufälligerweise gemeinsam ihr Zwischenseminar hatten, weshalb wir beschlossen haben die Situation zu nutzen und erst zu dritt und dann zu zweit weiter in Rajasthan zu reisen.

In Udaipur hatten wir ein wunderschönes kleines Guesthouse, das zentral nahe an vielen Sehenswürdigkeiten lag. Da ich am Samstag erst gegen Abend ankam, haben wir den Abend damit verbracht in die kleinen Läden zu gucken, einen Tempel zu besuchen und in einem der vielen Rooftop-Restaurants zu essen.
Am nächsten Tag sind wir auf einen Berg gefahren um dort einen Palast zu besuchen, welcher im endeffekt gar nicht spektakuär gewesen wäre, wenn man nicht einen wunderschönen Ausblick über die Stadt und die Berge im Hintergrund gehabt hätte. Am Nachmittag sind wir einfach noch ein bisschen am Ufer der Seen entlang gelaufen und haben die kleinen Gässchen erkundet, bis wir irgendwann von einem "Local" zum Chai eingeladen wurden. Auf dem Dach seines kleinen Häusschen haben wir dann denn Sonnenuntergang angeschaut und haben uns danach noch ein bisschen von unserem Gastgeben herumführen lassen.
Am 16., dem letzten Tag in Udaipur haben wir noch eine Bootstour gemacht und sind dann mit dem Bus weiter nach Jodhpur.



Spätabends in Jodhpur angekommen, wurden wir in dem Freiwilligenhaus, in dem Laura dort wohnt erstmal von einer Hochzeit empfangen. Obwohl wir wirklich müde von der Reise usw waren, mussten wir also doch noch ein bisschen indisch tanzen und Erdnüsse essen (in Jodhpur gibts die besten).
Am nächsten Morgen hat und Laura ein bisschen durch die Straßen, dem besten Streetfood-Stand und zu ihren Lieblingsläden gefüht, außerdem haben wir auf einem Rooftop-Restaurant gefrühstückt und da den Ausblick auf das wunderschöne Meheranghar-Fort genossen, welches wir am späten Nachmittag auch besucht haben, um da außerdem den Sonnenentergang anzuschauen. Abends ging es dann natürlich wieder auf die Hochzeit (denn indische Hochzeit dauern mehrere Tage lang).
Am letzten Tag in Jodhour haben wir morgens die blaue Stadt besichtigt. Die Häuser sind angeblich blau angemalt um Insekten abzuwehren, aber ich bin unsicher ob das wirklich was bringt.
Mittags habe ich Lauras Organisation und ihre Mädchen, mit denen sie arbeitet besucht und abends haben sind wir noch zum Jodhpur Palace gefahren, der von weitem ein bisschen wie das Taj Mahal aussah aber eigentlich ziemlich unspektakulär war.


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Am 19. sind Louisa und ich (ohne Laura, die musste wieder arbeiten) mit dem Bus nach Osian, eine Stadt circa eine Stunde von Jodhpur entfernt und außerdem direkt an der Wüste. In Osian sind wir nur eine Nacht geblieben, um die Kamel-Wüsten-Tour zu machen, die unser Guesthouse-Besitzer für uns arrangiert hat. Mit zwei Kamelen sind wir dann drei Stunden lang in die Wüste geritten und haben viel dabei gesehen, angefangen bei wirklichen Sanddünen bis hin zu so genannten "Milkcows", das sind Tiere mit dem Kopf eines Pferdes und dem Körper einer Kuh (oder andersrum?).
Nach drei Stunden sind wir bei einem sehr kleinen Dorf angekommen, maximal vier Familien haben dort gewohnt. In einer der Hütten haben wir der Frau dann beim Kochen zugeschaut und dann mit der Familie gegessen. Nach dem Abendessen wurde uns draußen ein Lager vorbereitet und so sind wir unter dem Sternenhimmel mit Lagerfeuer eingeschlafen. Kein Sternenhimmel ist vergleichbar mit dem in der Wüste. Am nächsten Morgen ging es dann zurück und mit dem Zug weiter nach Jaipur und damit unserem letzten Stopp.





In Jaipur haben wir über AirBnB bei einer Familie gewohnt, was sehr praktisch war weil diese uns geraten hat für den einen Tag, den wir in Jaipur verbracht haben, eine Rikshaw zu mieten um alle Sehenswürdigkeiten abzuklappern (hat 600 Rupies, also ca. 8 Euro gekostet).
Zuerst sind wir in den City-Palace (nach dem Fort in Jodhpur nicht so beeindruckend aber interessant), dann in das Observatorium (sehr interessant, vor allem weil man mit den Geräten dort vor Jahrhunderten Planetenstellungen usw gelesen hat), weiter ging es zu einem kleinen Restaurant, das der Rikshaw-Fahrer uns empfohlen hatte, nur um dann gestärkt zum Amber-Fort zu fahren. Beeindruckend war hier vor allem die riesige Stadtmauer die sich durch die bergige Landsschaft geschlängelt hat. Nach einer kleinen Fortbesichtigung sind wir auf dem Berg gegenüber die Stadtmauer entlang hochgeklettert und hatten oben eine wunderschöne Aussicht, auf der einen Seite die Stadt, auf der anderen Seite das Fort. Danach haben wir noch das Memorial der Königsfamilie angeschaut, wo es überraschend ruhig und irgendwie spirituell war und weitere kleine Gebäude von außen gesehen und sind dann abends zu einem anderen Guesthouse um dort die Reise mit sehr leckerem Veg-Thali ausklingen zu lassen (Verg-Thali ist Roti, Reis, Dahl und mehrere Gemüsearten).





Rajasthan ist definitiv einer der schönsten Orte, an denen ich bisher war. Mich hat nicht nur die Landschaft fasziniert, sondern vor allem die vielen Forts und Paläste, die auf praktisch jedem Berg (und es gibt wirklich viele Berge in Rajasthan), aber auch mitten in der Stadt zu finden sind.
Zwar ist Rajasthan schon touristischer als zum Beispiel Pune, aber irgendwie finde ich wird die Landschaft dort wirklich unterschätzt, weil man bei Rajasthan, bzw generell Indien eher an die hektischen Städte denkt und nicht an die friedlichen und verlassenen Berge mit wunderschönen Forts und einer wirklich beeindruckenden Aussicht über Landschaft und Stadtleben, was irgendwie die vielen Kontraste in Indien gut widerspiegelt.

Liebe Grüße Marie

04.01.2017

Weihnachten & Silvester // 4.1.17

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Das neue Jahr hat jetzt schon ein paar Tage lang angefangen und ich hab gerade bemerkt, dass ich immer noch nicht von Weihnachten und Silvester geschrieben hab.
Weihnachten wird in Indien bei Weitem nicht so groß gefeiert wie in Deutschland, was vor allem daran liegt, dass es einfach viel weniger Christen im Verhältnis gibt. Trotzdem hing an einigen Türen Weihnachtsschmuck oder es lief Weihnachtsmusik im Supermarkt, das hat allerdings nichts daran geändert, dass ich überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung war.
Den 24. habe ich mit meinen Mitfreiwilligen verbracht, wir haben mittags Kuchen geholt und Spekulatius usw. von zuhause gegessen. Außerdem haben die Jungs von der Farm einen 2D- Weihnachtsbaum aus Bambus gebaut, den wir schmückten, damit es zumindest weihnachtlich aussah.
Abends sind wir zu „Malaka Spice“, dem wohl besten Restaurant der Stadt, bei dem man für 10 Euro ein 3-gänge Menü bestellen kann, Essen in Indien ist eben einfach günstig und lecker.
Nach dem Essen ging es auf einen Weihnachtsball, mit weihnachtlicher Musik und Deko usw., was wieder sehr schön aber trotzdem nicht weihnachtlich war.
Am Tag darauf war die Weihnachts-Maherfeier, die in Watslyadam statt fand. Es wurde wieder eine große Bühne und Boxen aufgestellt und alle Kinder und Hausmütter und Frauen und Männer haben nicht versammelt um Tänze vorzuführen oder zu singen. Da wir das alles schon von anderen Festen kennen (Sister Lucys Geburtstag, Diwali, Sportfest usw.), war es für uns eher langweilig, da die Tänze immer von langen Marathi reden unterbrochen werden, von denen ich gar nichts verstehe.
Am Ende haben die Kinder Geschenke bekommen, Seife, Handtuch und Shampoo.

Silvester wird in Indien auch nicht so sehr gefeiert wie in Deutschland. Es ist unter wohlhabenden Leuten üblich, sich über den Jahreswechsel in Farmhäuser außerhalb der Stadt zurück zu ziehen und dort mit Freunden und Familie zu feiern. Ein indischer Freund von uns hatte das für uns organisiert und wir sind gerne mitgekommen. Nach einer Stunde Fahrt raus aus Pune sind wir aber nicht an einem Farmhaus angekommen, sondern eher einer riesigen Villa mit einer wunderschönen Aussicht über Pune.
Wir haben zusammen gegrillt (Tofu, Gemüse, Paneer und Chicken) und später ein bisschen gefeiert. Es gab sogar Feuerwerk aber bei Weitem nicht so viel wie in Deutschland.
Die Maher-Kids durften zu Silvester alle zusammen ins Kino und außerdem lange wach bleiben. In den ersten Tagen des neuen Jahres kamen außerdem viele Gäste, die Essen von außerhalb mitgebracht haben.

Ich hoffe alle hatten schöne Feiertage und sind